Ein aufkommender Trend ist laut Weiß das sogenannte Co-Hosting. "Das bedeutet, dass zwei oder sogar auch mehrere Städte eine Veranstaltung gemeinsam ausrichten. Das hatten wir ja bei 'Die Finals' 2021 auch. Da haben einige Sportarten in Berlin stattgefunden und andere in NRW. Für Städte oder Zuwendungsgeber ist es nicht immer ganz einfach, alle Kosten allein zu tragen. Gerade im Corona-Jahr war die Kostenteilung ein wesentliches Kriterium", sagt Weiß.
Geht es nach den drei Eventmanagern, wird der Muff von 200 Jahren bald aus den Meisterschaften und Turnwettkämpfen verschwinden. "Es gibt bestimmte Szenarien, wo wir Akzente draufsetzen wollen", verrät Philipp Lampe. So soll zwischen dem Ende des Einturnens und dem Einlauf der Athlet*innen eine durchgetaktete "Pre-Show" etabliert werden. "Die ist dann auch bei allen Sportarten gleich. Mit Lichtshows, Spezialeffekten und einer gewissen Dramaturgie", erklärt er. Für den Zuschauer und die Zuschauerin bedeutet das eine klare Grenze zwischen dem Einturnen und dem "Jetzt geht’s los". Das Publikum werde so vorbereit, nun alles zu geben. "Zumindest vom Optischen her ist uns das in Düsseldorf dieses Jahr bereits sehr gut gelungen. Auch das Feedback, das wir bekommen haben, war durchweg gut", berichtet Lampe.