Sein Trainer nennt ihn "einen Spieler". Im positiven Sinne, wie Thomas Andergassen betont. Denn Timo Eder probiert sich gerne aus, testet neue Bewegungen an den Geräten. "Manchmal bekommt man das als Trainer gar nicht mit", sagt der Coach. Doch die Freude daran, sich selbst immer wieder anders herauszufordern, macht eine der Stärken des Turners aus und verhilft ihm schon jetzt, mit erst 18 Jahren, zu einer großen Bandbreite an Elementen.
Im vergangenen Jahr ist Eder erstmals bei den Aktiven angetreten. Nachdem er bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Antalya Silber am Boden gewonnen hatte, die erste deutsche Medaille beim männlichen Nachwuchs auf dieser Ebene, erschien ihm das Debüt bei den nationalen Titelkämpfen der "Großen" in Düsseldorf reizvoller, als noch einmal im gewohnten Umfeld anzutreten. Mit Bronze am Boden bewies er auf Anhieb seine Klasse.
"Ich hatte schon etwas darauf gehofft", gibt Eder zu.
Allerdings sei ihm die Übung dann nicht so gut gelungen, und so überraschte es ihn, dass es am Ende trotzdem für einen Podestplatz reichen sollte.