Auch sonst pflegt Takizawa seit Jahrzehnten zahlreiche Beziehungen zu Deutschland. Als Student war er 1965 an die Deutsche Sporthochschule (DSHS) in Köln gekommen. "Ich wollte eigentlich nicht mehr selbst turnen, sondern wissenschaftlich arbeiten", sagt er. Sprung-Olympiasieger Helmut Bantz, der damals an der DSHS unterrichtete, überredete ihn jedoch, weiterhin zu Barrenholmen und Ringen zu greifen. "Er hat mir die vielen älteren Semester gezeigt, die damals dort turnten", sagt Takizawa. Aus dem eigenen Land war er das nicht gewohnt.
Das war für mich ein Kulturschock.
Mit neuem Eifer kehrte er an die Geräte zurück, wurde unter anderem 1968 in Berlin Turnfestsieger im Zwölfkampf und, wie er selbst lächelnd sagt, "ein Star". Im gleichen Jahr lud ihn der Westdeutsche Rundfunk ein, sich während der Spiele in Mexiko ein Fernduell mit den japanischen Nationalturnern zu liefern, um zu zeigen, dass er, entgegen eigener Überzeugung, gut genug für eine Teilnahme gewesen wäre.