Geheime Kostümbildner-Tricks
Die Darsteller reagierten manchmal "etwas irritiert" auf fürs große Bild entworfene Kostüme. "Die wollen alle schön aussehen", sagt Frauendorf. Und halbwegs wohl fühlen wollen sie sich, vor allem bei Auftritten mit Tanz- oder Akrobatik-Einlagen. "Es muss alles gut verpackt sein, durchsichtig geht gar nicht."
Und bei besonders sportlichen Stücken müsse mit enganliegenden, dehnbaren Materialien gearbeitet werden. Und mit diversen Kostümbildner-Tricks: Etwa, dass das Hemd in der Hose angeknöpft wird, damit es nicht unglücklich verrutschen kann. Oder dass Ärmel und Hosenbeine mit Stegen an Händen und Füßen in Position gehalten werden.
Noch so ein Trick: Die Bewegungen der Darsteller mit Hilfe des Kostüms optisch verstärken. "Man muss die Gesten größer machen", sagt Frauendorf. Bestes und nahezu jedem bekanntes Beispiel: Michael Jackson. Der Sänger, Tänzer und begnadete Entertainer betonte seinen berühmten Moonwalk und seinen exzentrischen Griff in den Schritt so gekonnt wie kein anderer durch weiße Socken zur leicht zu kurzen schwarzen Hose und einen weißen Handschuh. "Das macht Arme und Beine länger, Bewegungen markanter, so kann auch eine einzige Person eine große Bühne vor einem riesigen Publikum füllen", sagt Frauendorf.