Dass die in Bayern erworbene Lizenz keine Freikarte für die berufliche Zukunft auf dem normalen Arbeitsmarkt ist, ist ihm jedoch bewusst. "Natürlich müssen wir die Kirche im Dorf lassen. Es ist ein Unterschied, ob jemand bei der IHK eine Prüfung ablegt oder ob es in dieser Form angeboten wird. Es geht schlichtweg darum, einen Übungsleiterassistenten auszubilden. Methodiken darzustellen, das Warmmachen, Spiele erläutern, worauf muss man achten", erklärt er. Dennoch sei der Schritt für Johannes ein immens wichtiger gewesen. Aber auch für seinen Vater. "Irgendwann muss man einmal einen Startpunkt setzen. Egal, ob wir wissen, ob es sich mal lohnen wird oder nicht", betont er.
Denn die Behörden im Sächsischen hatten sich im Laufe seiner Bemühungen um einen außergewöhnlichen Weg oft ablehnend oder ganz einfach überfordert gezeigt. Schließlich sei ja über den Weg in die Behindertenwerkstätten und das Sozialgesetzbuch die Zukunft von Johannes gut abgesichert. In Bayern, das hat Schulz aus der Übungsleitenden-Ausbildung mitgenommen, werde das Thema Inklusion dagegen bereits gelebt. In Dresden schreibe man da im Vergleich gerade einmal den ersten Buchstaben auf ein Blatt Papier, findet der Vater.