Aus dem Traum wurde eine Realität, in der die Gymnastin zu einer renommierten Sportwissenschaftlerin aufstieg.
Schon in Köln prägte sie das Programm Spiel-Musik-Tanz
. Ab 1984 lehrte sie an der Uni Konstanz, wo sie 1996 promovierte, bis 2023 als Dozentin lehrte und heute noch vereinzelt Kurse gibt. Die Verbindung von Tanz, Kultur und Inklusion war ebenso Kern ihrer Arbeit wie sie Klassiker der Weltliteratur und -musik tänzerisch mit Studentengruppen umsetzte - von Macbeth bis Kafka, vom Global Water Dance gegen Wasserverschmutzung bis zur tänzerischen Darstellung eines Bienenschwarms.
Als Autorin von Fachbüchern prägte sie die Entwicklung und Pädagogik tänzerischer Bewegungsformen ebenso wie als Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung (gtf).
Bewegung zur Musik war immer meine Leidenschaft. Seit ich laufen konnte, habe ich auch getanzt
, erinnert sich Christiana Rosenberg-Ahlhaus an ihre Kindheit, in der sie erst einmal ihre Schwester in die Turnstunde begleitete.
Der Grundgedanke ist geblieben. Eine Gestaltung mit dem Handgerät, in Kombination mit interessanten Bewegungselementen. Aber das ist schon fast alles
, sagt Christiana Rosenberg-Ahlhaus zum Vergleich von Wettkampfgymnastik, wie es vor 50 Jahren hieß, und der Rhythmischen Sportgymnastik von heute. Wir durften damals keine akrobatischen Elemente wie Rad oder Überschlag zeigen. Dass die Beine nach oben gehen, war streng verboten. Denn es hieß: Dann ist es Bodenturnen mit Handgerät. Aber es sollte ja Tanz mit Handgerät sein.