Bei der Suche nach dem richtigen Weg hilft Dauser ein Coaching, an dem er in Ludwigsburg teilnimmt. Ein Pilotprojekt, das Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern bei dem Schritt in das Kapitel nach der Karriere helfen will. "Der ist schon sehr groß, wenn man mehr als 20 Jahre lang kaum etwas anderes gemacht hat", sagt der viermalige deutsche Mehrkampfmeister. Dem Turnen will er auf die eine oder andere Weise treu bleiben. In Monheim, wo er sich seit seinem Umzug aus Halle ins bayerische Neuburg fit hält für seine Auftritte in der Deutschen Turnliga, kümmert sich der Übungsleiter um drei elf- und 13-jährige Nachwuchstalente, darunter den Bundeskaderathleten Philipp Dörner. "Es ist cool, denen ein bisschen was mitzugeben", sagt das Vorbild. Im Hauptberuf Trainer zu werden, schließt Dauser nicht aus, "aber ich weiß nicht, ob ich den Rest meines Lebens in der Halle stehen will". Auch die Sportpolitik wäre eine Option. "Im Oktober wird ja zum Beispiel im Weltverband FIG ein neuer Athletensprecher gewählt", und beim Deutschen Turner-Bund füllte Dauser diese Rolle bereits aus.
Der kleine Willi soll auf jeden Fall einmal ein paar Jahre lang die gute Grundschule erleben, die seinem Vater den Weg in die Weltspitze ebnete. "Wir üben sogar schon Handstand", erzählt der stolze Papa, "aber bis er den kann, braucht es noch ein bisschen Zeit." Turnen sei "die beste Sportart", um ein Körpergefühl zu entwickeln, sich im Raum orientieren zu können und so eine Basis zu schaffen auch für alle anderen Disziplinen. "Ich will, dass Willi das zwei, drei Jahre macht", erklärt Dauser. "Ob er dann dabeibleibt, ist seine Entscheidung."