Die „4F“ des Turnerzeichens, für „frisch, frei, fröhlich, fromm“ (so die ursprüngliche Reihenfolge) symbolisieren die turnerische Grundeinstellung, wobei das fromm für das mittelhochdeutsche „frumb“ steht, mit dem Bedeutungsgehalt von brav (mutig voran), tüchtig, tapfer und hat erst mit der Zeit die heute meist so verstandene religiöse Wendung genommen.
Eingeübt und ausdauernd musste der Feuerwehrmann sein, um in Zeiten vor der Motorisierung die Handspritze, an Deichsel oder Gurten ziehend, im Laufschritt an den Brandort zu bringen; tapfer und mutig, um sich den lodernden Flammen entgegenzuwerfen, tüchtig und geübt, um auf Mauern und Dächern zu balancieren und Menschen und Sachen zu retten.
Ja, zu hehrem Ziel, führet unser Spiel“ und „Kraft und Mut geleite uns zum Ziel hinan“ heißt es in dem wohl bekanntesten Lied „Turner auf zum Streite …
Oft wird den Turnern übersteigerter Nationalismus und Militarismus unterstellt, ein vielfach nachhängendes Erbe aus den Zeiten von Kaiserreich und Nationalsozialismus, doch es gibt auch die „bürgerschaftliche“ Komponente, nämlich, seine im Turnen erworbenen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer und Gewandtheit zum Wohl der Allgemeinheit als dem „hehren Ziel“ einzusetzen.