Diana Clar (rechts) mit zwei Kolleginnen
Fit & Gesund

Diana Clars Weg in den Sport

Vom Tanz zur Trainerkarriere

Im Alter von 15 Jahren - da hatte die Olympiasiegerin in der Rhythmischen Sportgymnastik Darja Varfolomeev längst ihren ersten Weltmeistertitel mit den Keulen errungen - war Diana Clar noch nicht einmal Mitglied eines Turnvereins.

Erst mit 16 bin ich einem Tanzsport-Club beigetreten, und das auch nur meinem damaligen Tanzpartner zuliebe, erinnert sich die Wahl-Hamburgerin an ihren so späten wie unkonventionellen Start in ein Berufsleben, aus dem der Sport schon seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken ist.

Die lateinamerikanischen Tänze waren seinerzeit als ambitioniertes Hobby der Einstieg in die Welt der Bewegung, über Jazz Modern Dance fand die gebürtige Wuppertalerin den Weg in ihre berufliche Erfüllung. Eine umfassende Ausbildung legte den soliden Grundstein dafür, mittlerweile ist Clar auch auf der anderen Seite angekommen und arbeitet mit Begeisterung als Referentin und Ausbilderin.
 

Was mit ersten Kursen und Lehrgängen neben Kind und einer halbberuflichen Tätigkeit begann, ist für Clar längst ein umfassender Job geworden. Ich hatte das große Glück, von unfassbar tollen Ausbilderinnen und Referentinnen lernen zu können, vor allem beim Verband für Turnen und Freizeit in Hamburg, sagt Clar im positiven Rückblick. 

Nahezu jeder Coach habe sie in irgendeiner Weise geprägt: Ich habe bei allen etwas Gutes mitgenommen.

Basierend auf diesen Erfahrungen manifestierte sich der Wunsch, das selbst erworbene Wissen auch an andere weiterzuvermitteln. 

Ich brenne dafür. Es fühlt sich einfach gut und stimmig an. Mir liegt am Herzen, Inhalte und Fertigkeiten zu vermitteln. Die Teilnehmenden sollen nicht nur lernen, um Prüfungen zu bestehen, sondern so, dass sie das Handwerkszeug haben, selber gute Kurse zu geben. Sie dürfen und sollen alles hinterfragen, um den Sinn dahinter zu verstehen und ihren eigenen Weg zu finden.

Repertoire immer bunter und vielfältiger

Im Laufe der Jahre ist Clars Repertoire immer bunter und vielfältiger geworden. Sie darf sich unter anderem Trainerin für

  • GroupFitness,
  • Functional Training,
  • Gerätefitness,
  • Entspannung, 
  • Medical Fitness und auch
  • zertifizierte Personal Trainerin 

nennen. Darüber hinaus ist sie Teil des FASZIO® Education Teams und seit Jahren auch des VTF Lehrausschusses.

In allen Segmenten ist es ihr wichtig, auf jeden möglichst individuell einzugehen: 

Ich frage stets in den Kursen, was dem Einzelnen gerade möglich ist. Und ich freue mich dann immer auch auf spannende Rückfragen. Ich ermutige auch dazu, nicht alles einfach hinzunehmen, sondern auch in den eigenen Körper hineinzuhorchen.

Was sich sicherlich auch empfiehlt, wenn es um die boomende Neuroathletik geht. 

Sie basiert darauf, dass das Nervensystem und das Gehirn gezielt in das rein körperliche Athletiktraining integriert werden. Clar ist von dieser neuen Entwicklung überzeugt. Clar, ihre Kollegin Lena Schönteich und FASZIO® haben zusammen die Ausbildung zum Neuro-Instructor entwickelt, um diesen Ansatz deutschlandweit auch in den Kursbereich zu bringen. Die Neuroathletik bringt die richtige Würze in die klassischen Übungen, sagt sie. Und hilft vielleicht auch dabei, Clars Motto für jeden ihrer Kurse bestmöglich umzusetzen:

Sei individuell in Bewegung.

Neuro-Instructor

In der Weiterbildung zum Neuro-Instructor liegt der Fokus auf der Einbindung des Neurotrainings in GroupFitness-Formate. Es wird praxisnah vermittelt, wie das Gehirn Bewegungen steuert und wie du als Trainer*in dieses Wissen nutzen kannst, um die Bewegungsqualität deiner Teilnehmenden gezielt zu verbessern. Mit vielen aktiven Praxiseinheiten lernst du, wie neurozentrierte Impulse ganz einfach in bestehende Übungen und Kursformate integriert werden können.

Ob GroupFitness-Formate wie BBP,  Functional Training oder Fitnesstraining – diese Weiterbildung bringt frischen Wind in deine Stunden und viele Aha-Momente! 

Zur Ausbildung

AUSGABE       Akademie 04-2026 | Fit & Gesund | Vom Tanz zur Trainerkarriere
AUTOR            Andreas Frank