Eigentlich hätte Tanja Sachers Berufsweg geradlinig verlaufen können: Bauingenieurwesen, Arbeit am Institut, Promotionspläne, Ingenieurbüro. Dann landete sie eher zufällig in einer Trainerfortbildung. Du hast doch gerade nichts zu tun, hast du nicht Lust, dahinzugehen?
, hatte jemand zu ihr gesagt. Sacher ging hin - und unterrichtete dort zum ersten Mal selbst.
Okay, das ist es. Das kann ich und das will ich
, erinnert sie sich. Sie mochte die Atmosphäre an der Sportschule, das gemeinsame Lernen, die vielen Trainerinnen und Trainer mit einem ähnlichen Ziel. Eine Referentin beeindruckte sie so sehr, dass Sacher ihr später eine Dankeschön-Torte backte. Als sie nach Hause kam und begeistert von der Fortbildung erzählte, wusste auch ihre Familie: Das war mehr als nur ein neuer Kurs.
Es folgten Ausbildungen, zunächst im GroupFitness-Bereich, innerhalb der DTB-Akademie. Aus Freizeit wurde ein zweites berufliches Standbein. Dass ausgerechnet eine Bauingenieurin dort hängenblieb, findet Sacher nicht widersprüchlich. Ich will nicht nur wissen, was wir machen, sondern auch, warum wir es machen.
Sie denke analytisch und strukturiert.
Am Ende müsse ein System vor allem eines: funktionieren.