Heute gehören Pilates, Gesundheitssport, Rücken- und Entspannungstraining zu ihren Schwerpunkten. Andere Themen sind hinzugekommen: Faszien, neurozentriertes Training, Angebote für eine älter werdende Gesellschaft. Die Bandbreite der DTB-Akademie hat sich mit den Bedürfnissen verändert.
Haberlandt interessiert dabei weniger, wie spektakulär eine Übung aussieht. Entscheidend ist, ob ein Trainer oder eine Trainerin weiß, für wen sie geeignet ist und wie sie verändert werden kann. Im Pilates bildet der DTB deshalb vor allem für das Mattentraining aus. Das lässt sich in einem Verein umsetzen, ohne einen Raum voller Reformer für mehrere tausend Euro anzuschaffen.
Die Ausbildung selbst versteht Haberlandt als geschützten Raum
. Dort darf jemand ausprobieren und auch scheitern. In der Pilates-Ausbildung sind es 120 Stunden, vier Module und eine Supervision. Teilnehmende schreiben Stundenbilder, stehen selbst vor der Gruppe und bekommen Rückmeldung.
Eine Teilnehmerin ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben. Sie korrigierte fast ausschließlich mit Verboten: nicht dies, nicht das. Haberlandt setzte sich mit ihr hin. Wie könnte man dasselbe sagen, ohne den Menschen ständig mitzuteilen, was sie falsch machen?
Das ist eine Kleinigkeit.
Und gleichzeitig genau die Art von Kleinigkeit, die später darüber entscheidet, wie jemand vor einer Gruppe steht.