Irgendwann saß Martina Mittag in einer Yogastunde und wunderte sich. Erst Sitzen, dann Atemübungen – und anschließend direkt der Sonnengruß. Aus ihrer Fitnesswelt kannte sie das anders. Schultergelenke vorbereiten, Beinrückseiten dehnen, den Rücken mobilisieren. Ich dachte: Eigentlich müsste man sich darauf doch vorbereiten.
Martina Mittag begann, solche Übungen in ihre eigenen Stunden einzubauen. Mit einem gewissen schlechten Gewissen. Ich dachte: Verrate ich jetzt die ganze Yoga-Welt?
Später lernte sie in ihrer vierjährigen Ausbildung, dass genau dieses systematische Hinführen sinnvoll ist. Heute gibt sie es selbst weiter.
Seit 2005 arbeitet Martina Mittag als Referentin beim Verband für Turnen und Freizeit (VTF) in Hamburg und im Umfeld des DTB. Yoga begleitet sie da längst seit Jahren. Mitte der 90er war sie eher zufällig hineingeraten. Damals leitete sie Kursbereiche im Meridian Spa, unterrichtete Aerobic, Step-Aerobic und alles, was zur damaligen Fitnesswelt gehörte. Eine Yogalehrerin lud sie in ihren Kurs ein. Martina Mittag ging hin. Und blieb. Heute zitiert sie gern einen Satz, dessen Urheber sie selbst nicht kennt:
Nicht du entscheidest dich für den Yoga, der Yoga entscheidet sich für dich!
Bei ihr zumindest hat es ziemlich genau so funktioniert.
Später folgten weitere Ausbildungen, unter anderem in Yogatherapie, Yoga bei Krebs und zum Atemcoach. Dass sie heute selbst für die DTB-Akademie ausbildet, passt zu diesem Weg: lernen, ausprobieren, verwerfen, noch einmal genauer hinschauen.