Denn Lizenzen im Sport entstehen traditionell über langwierige Verfahren. Neue Themen müssen konzipiert, in ehrenamtlichen Gremien beraten und beim DOSB genehmigt werden. Das dauert einfach, weiß Shaghaghi. Mit der DTB-Akademie konnten wir viel schneller auf Trends reagieren. Wenn ein Thema nach ein paar Jahren überholt war, haben wir es gestrichen und Neues entwickelt – Pilates, Yoga oder Achtsamkeit zum Beispiel.
Die Gründung war auch eine Antwort auf den wachsenden Druck kommerzieller Anbieter wie SAFS & BETA oder IFAA, die bundesweit auftraten. Jeder Landesturnverband macht ohnehin viele Angebote. Mit der Akademie konnten wir diese bündeln und nach außen einheitlich auftreten, erklärt die 62-Jährige. Qualität spielte dabei von Beginn an eine Schlüsselrolle. Einheitliche Konzepte und geschulte Referentinnen und Referenten sorgten für Standards, die mit kommerziellen Formaten mithalten konnten.