Wer Ende Mai über das Gelände des Internationalen Deutschen Turnfests in Leipzig schlenderte, konnte seine Handschrift kaum übersehen.
Zwischen Turngeräten, Showbühnen und Infozelten ragte auf der Festwiese ein Areal aus dem Boden, das mehr an einen Abenteuerspielplatz für Erwachsene erinnerte als an einen klassischen Sportpark. "Wir wollten ein bisschen was anderes machen", sagt Pelikan.
"Nicht nur Turnhalle, sondern draußen, sichtbar, spielerisch."
Tatsächlich zieht sich diese Haltung durch alles, was der gelernte Veranstaltungskaufmann und ehemalige Messebauer anfasst. Vor rund zwölf Jahren gründete er den "Straßensport e.V.", einen Verein, der funktionelles Training unter freiem Himmel organisiert. Aus dieser Idee heraus entstand schließlich die Straßensport GmbH – ein Unternehmen, das mobile Fitnessanlagen, Trainingsmodule und Aktionsflächen entwickelt. Oft individuell, oft unkonventionell, selten gewöhnlich.
Bekannt geworden ist Pelikan nicht zuletzt durch das, was auf dem Turnfest am meisten Aufsehen erregte: das Dosenwerfen XXL. Eine Art überdimensioniertes Dosenwerfen mit Medizinbällen auf leere Bierfässer. Die Idee dazu kam ihm, wie so viele, auf einer langen Autofahrt. "Wenn ich unterwegs bin, arbeitet mein Kopf. Ich denke mir dann die dümmsten Sachen aus – und setze sie um."
Doch was auf den ersten Blick wie eine Jahrmarktbelustigung wirkt, folgt bei Pelikan einer klaren Logik: Bewegung soll niederschwellig, lustvoll und spielerisch sein. "Wenn du das Training in Spiel und Spaß verpackst, hast du einen guten Job gemacht», sagt er. Und ergänzt: «Am Ende ist alles Training, auch wenn es erst mal aussieht wie Quatsch."