Im Verein, sagt sie, sei man anfangs skeptisch gewesen. Zu teuer, zu speziell, womöglich zu wenig Nachfrage. Es gebe doch gar nicht mehr so viele Babys, habe es geheißen. Sie selbst habe damals geantwortet: Dann mache ich es eben auf eigene Kosten. Am Ende übernahm der Verein die Ausbildung dennoch. Aus einem Angebot, das zunächst mit Vorbehalten betrachtet wurde, wurde mit der Zeit ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit. Seit 13 Jahren leitet Pfeiffer nun BiB-Kurse, inzwischen ist sie selbst Referentin für den Saarländischen Turnerbund.
Was sie an der Weiterbildung überzeugte, war weniger eine Methode im engen Sinn als eine Haltung. Eigentlich die Möglichkeiten, die man Babys bieten kann, sich spielerisch weiterzuentwickeln
, sagt sie. Man müsse sie nicht drängen, nur sehen, was da ist: Neugier, Bewegungsdrang, Aufmerksamkeit. Wenn ein Kind nicht gern in Bauchlage liege, dann sei das zunächst einfach so. Man könne, sagt sie, mit bestimmten Methoden
arbeiten, dass die Babys das nicht merken
. Ein Wasserball etwa verändere manchmal schon viel. Das Kind erlebt dann nicht eine Übung, sondern etwas, das es interessiert und ihm Spaß bringt.
Ihre Stunden bereitet Pfeiffer zu Hause vor. Sie kennt ihre Gruppen, notiert sich, wo ein Kind steht, plant Schwerpunkte. Mal schaukeln und wiegen, mal drehen, mal eine Massage
, sagt sie. Vieles, was in den Stunden geschieht, ist vorbereitet, aber nicht festgelegt. Sie überlegt, welche Materialien sie braucht: Luftmatratzen, Bälle, Tücher. Vieles, sagt sie, lasse sich auch einfach lösen. Man müsse nicht immer sofort viel Geld ausgeben. Ein Luftballon im Bettbezug könne, wenn es darauf ankomme, ebenso nützlich sein wie ein teures Hilfsmittel. Entscheidend sei nicht das Material, sondern die Idee dahinter.