Der Körper im Ungleichgewicht
Die Veränderungen im hormonellen Status, im Besonderen des Östrogens, des Progesterons aber auch des Testosterons und des Cortisol führen dazu, dass bisherige Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten nicht mehr ausreichen, Gesundheit und körperliches Wohlbefinden in dem Maße zu erhalten, wie es bisher gut geklappt hat.
Sätze wie: „Ich ernähre und bewege mich doch so wie immer und trotzdem nehme ich immer mehr zu, besonders in der Körpermitte“, oder „Ich bin auf einmal immer so schlapp“, „Alles geht mir auf einmal so nahe“ sind keine Seltenheit. Hier wird deutlich, dass auch die Psyche und Belastbarkeit in dieser Lebensphase starken Schwankungen unterliegen kann, die sich für viele Frauen auch auf ihr berufliches Leben deutlich auswirkt - ein Thema auf das in Deutschland noch wenig eingegangen wird und Frauen vor große Hürden stellen kann.
Für die Bewegungspraxis kommen im Besondern dem Kraft- und Ausdauertraining sowie der Entspannungsfähigkeit eine hohe Bedeutung zu. Zahlreiche Studien widmen sich diesen Themen, auf deren Basis nun auch in der Fort- und Weiterbildung neue Konzepte entstehen können. Ein zielgerichtetes Training, das die richtigen Impulse setzt, ist nötig: Die Intensitäten, Umfänge und Ausführungsgeschwindigkeiten spielen hier ein große Rolle.
Begriffe wie: Hypertrophietraining, SIT-Programme, Plyometrie, Slogans wie „Tired but wired“, oder „Too high to be low and to low to be high“, sowie cortisolsenkendes Training sollten für Übungsleitende mit Fokus auf diese Zielgruppe keine Fremdworte mehr darstellen.