Hausaufgaben, Training, Wettkampf, Klassenarbeit, Trainingslager – und das alles mit 12, 14 oder 17 Jahren. Für viele talentierte Nachwuchssportlerinnen und -sportler ist genau das Alltag. Eliteschulen des Sports sorgen dafür, dass dieser Spagat gelingt. Sie verbinden schulische Bildung mit systematischer Leistungssportförderung – und schaffen so echte Perspektiven für eine „duale Karriere“.
In Bayern gibt es vier dieser vom DOSB ausgezeichneten Standorte. Für den Sommersport sind das das Gymnasium München-Nord und die Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg. Für Wintersporttalente stehen Berchtesgaden und Oberstdorf bereit.
Das Konzept: Eine Klasse für Talente
Das Gymnasium München-Nord ist keine Sportspezialschule im klassischen Sinn, sondern ein reguläres staatliches Gymnasium – mit einem besonderen Baustein:
Pro Jahrgang gibt es eine Sport- bzw. Leistungssportklasse.
Das bedeutet:
- normale gymnasiale Ausbildung
- gezielte Stundenplanstruktur für Leistungssport
- enge Kooperation mit Olympiastützpunkt und Fachverbänden
- klare Aufgabenteilung: Schule verantwortet Bildung, Verbände verantworten Training
Seit 2016 trägt die Schule offiziell das Prädikat „Eliteschule des Sports“. Ziel ist es, landesweit herausragende Talente zusammenzuführen und sie optimal auf sportliche Spitzenleistungen und das Abitur vorzubereiten.